Alpenvereinswetter Textversion
Alpenwetter
erstellt von der ZAMG Innsbruck für den Alpenverein
am 02.06.2026 um 08:31 Uhr
WetterlageDie insgesamt instabile Wetterlage mit immer wieder eingelagerten Störungen aus Westen hält auch in den kommenden Tagen an. Zwischen den Kaltfronten stellt sich aber auch immer Beruhigung mit Sonne und ruhigeren Verhältnissen ein. Es bleibt recht kühl bis frisch, Schnee fällt oft ab 2200 bis 2600 m. Am Wochenende geht es etwas stabiler, aber nicht ganz störungsfrei weiter.
Ostalpen: Aussichten für Mittwoch, 03.06.2026Nach einer vielerorts recht regenreichen Nacht mit kräftigen Schauern und teils Gewittern verläuft der Mittwoch auch tagsüber wechselhaft bis unbeständig und kühl. Viele Berge stecken zumindest zeitweise am Vormittag im Nebel, die Sicht ist besonders in höheren Lagen öfters eingeschränkt und es kommt zu weiteren Niederschlägen bei einer Schneefallgrenze von etwa 2000 bis 2400 m. Der Niederschlagsschwerpunkt verlagert sich langsam vom Zentralraum und den Südalpen weiter gen Osten. Im Westen lassen die Niederschläge schon deutlich nach und es kann am Nachmittag länger auflockern, dann wird es auch in der Osthälfte immer öfters trocken, bleibt aber noch bewölkt. Temperatur: In 1500 m von 5 bis 16 Grad, in 2000 m von 0 bis 12 Grad, in 3000 m von -3 bis 3 Grad. Nullgradgrenze: von 2500 bis 3200 m. Wind in hochalpinen freien Lagen: In 1500 m von 0 bis 50 km/h, in 2000 m von 10 bis 50 km/h, in 3000 m starker Wind von 10 bis 50 km/h im Mittel, stürmische Böen von 30 bis 80 km/h aus dem Sektor Nord. Gewitterrisiko: Nördliche, Zentrale Ostalpen: ganztags relativ gering, Südliche Ostalpen: vormittags mäßig , nachmittags/abends gering , Kritische Regionen: Bergamasker Alpen und Voralpen, Venetische Voralpen.
Ostalpen: Aussichten für Donnerstag, 04.06.2026In der allgemein instabilen Phase ist der Donnerstag in den Ostalpen ein Ausreißer, denn es gibt grundsätzlich viel Sonne. Besonders nach Osten zu ist es morgens wolkenlos, von Westen her ziehen dann aber bald dichte Wolkenfelder auf. Es wird windiger und es gibt in den Nordalpen Föhneffekte. Im Vorfeld einer nahenden Kaltfront kommt es dann aber ab dem frühen Nachmittag zuerst im Süden und im Westen zu Gewittern. Am Abend und in der Nacht zieht die Kaltfront über die ganzen Ostalpen hinweg. Sie bringt flächigen, teils starken Niederschlag. Gewitter sind ebenfalls einige eingelagert, mitunter auch heftige! Schnee fällt generell ab etwa 2200-2500m. Touren sollten aufgrund der nahenden Kaltfront nicht unnötig in die Länge gezogen werden. Temperaturen in 1500 m von 13 bis 19 Grad, in 2000 m von 8 bis 16 Grad, in 3000 m von 2 bis 7 Grad. Nullgradgrenze reicht von 3200 bis 3800 m. Wind in 1500 m bis um 20 km/h, in 2000 m von 0 bis 30 km/h, in 3000 m mäßiger Wind von 0 bis 30 km/h im Mittel, Böen von 20 bis 60 km/h aus dem Sektor Südwest. Gewitterrisiko: Nördliche, Südliche Ostalpen: ganztags relativ gering, Zentrale Ostalpen: klassischer Anstieg im Tagesverlauf von gering auf mäßig
Ostalpen: Aussichten für Freitag, 05.06.2026Die Nacht auf Freitag verläuft weitestgehend sehr unbeständig mit kräftigen bis starken Niederschlägen und teils eingelagerten Gewittern, die sich bis Freitagmorgen immer weiter gen Osten verschieben. Dahinter beruhigt sich das Wetter am Vormittag zunehmend, es gibt besonders im Westen noch lokal schwächere Schauer. Im Osten und besonders Südosten bleibt es noch länger unbeständig und nass. Am Nachmittag sorgt dann leichter Hochdruckeinfluss und schwacher Nordföhn im Süden für überwiegend trockenes und sonnigeres Wetter, es bleibt aber vorerst noch kühl. In 1500 m von 6 bis 15 Grad, in 2000 m von 1 bis 12 Grad, in 3000 m von -3 bis 3 Grad. Nullgradgrenze von 2500 bis 3100 m. Wind in 1500 m von 0 bis 50 km/h, in 2000 m von 0 bis 40 km/h, in 3000 m mäßiger Wind von 0 bis 30 km/h im Mittel, Böen von 20 bis 60 km/h aus dem Sektor Nordost. Gewitterrisiko: Südliche Ostalpen: ganztags relativ gering, Nördliche, Zentrale Ostalpen: ganztags sehr gering, Kritische Regionen: Bergamasker Alpen und Voralpen
Trend Ostalpen ab Samstag, 06.06.2026Über das Wochenende sind keine größeren Störungen mit nennenswerten Niederschlägen zu erwarten. Ganz stabil sind die Luftmassen allerdings auch nicht, was bedeutet, dass vor allem tageszeitliche Schauer sowie örtliche Gewitter auftreten können, mehr am Sonntag als am Samstag. Zum Wochenbeginn ändert sich nur wenig, wir verbleiben voraussichtlich in einer westlichen Strömung mit öfters labil geschichteten Luftmassen.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): mittel.
Westalpen: Aussichten für Mittwoch, 03.06.2026Nach einer vielerorts ziemlich regnerischen Nacht mit Schneefall in den höheren Lagen über circa 2200 bis 2600 m beginnt der Tag in den Zentral- und Nordalpen meist noch unbeständig, im Süden und Südwesten schon ruhig und eher recht sonnig. Im Tagesverlauf dürfte es ausgehend vom Südwesten zu einer merklichen Wetterbesserung kommen, von der Westschweiz bis zu den Küstengebirgen und in den ital. Westalpen wird es nachmittags großteils sonnig. Im Großteil der Schweizer Alpen bleibt der Wettercharakter aber noch länger auf der unbeständigen Seite, insbesondere von der Zentralschweiz bis zu den Glarner Alpen ist bis in den Nachmittag hinein mit Schauern (Schneefallgrenze ca. 2400 m) und teils noch Nebel zu rechnen, dazu weht lebhafter bis kräftiger Nordwestwind. Temperatur: In 2000 m von 5 bis 14 Grad, in 3000 m von -3 bis 7 Grad, in 4000 m bis um -2 Grad, in 4500 m bis um -7 Grad. Nullgradgrenze: von 2600 bis 4000 m. Wind in hochalpinen freien Lagen: In 2000 m von 0 bis 50 km/h, in 3000 m von 10 bis 40 km/h, in 4000 m bis um 50 km/h, in 4500 m steifer Wind bis um 60 km/h im Mittel, orkanartige Böen bis um 110 km/h aus dem Sektor Nordwest. Gewitterrisiko: Ganztags relativ gering.
Westalpen: Aussichten für Donnerstag, 04.06.2026Am Vormittag überziehen von Westen her zusehends dichtere hohe Wolken den Himmel. Sie lassen aber noch einiges an Sonne zu, besonders auf der Alpensüdseite und generell im ital. Alpenbogen. Es kommt starker, in den hohen Lagen auch stürmischer Südwestwind auf. Dadurch gibt es noch Föhneffekte in den windabgewandten Regionen, insbesondere in den Cottischen Alpen auf der italienischen Seite und am Schweizer Alpennordhang. Ab Mittag löst eine Kaltfront dann aber überall mitunter kräftige Schauer und Gewitter aus, am wenigsten an den Seealpen. Schnee fällt im Großen und Ganzen bis etwa 2500m. Erst im Laufe der Nacht auf Freitag zieht die Störung ab und es klart auf. Die Regenmengen sind bis dahin stellenweise beachtlich. Temperaturen in 2000 m von 5 bis 14 Grad, in 3000 m von -1 bis 6 Grad, in 4000 m bis um -3 Grad, in 4500 m bis um -7 Grad. Nullgradgrenze reicht von 3000 bis 3800 m. Wind in 2000 m von 0 bis 40 km/h, in 3000 m von 10 bis 40 km/h, in 4000 m bis um 50 km/h, in 4500 m stürmischer Wind von 40 bis 70 km/h im Mittel, orkanartige Böen von 70 bis 110 km/h aus dem Sektor West. Gewitterrisiko: südliche Westalpen: ganztags relativ gering, Nördliche Westalpen: klassischer Anstieg im Tagesverlauf von gering auf mäßig, Kritische Regionen: Lepontinische Alpen, Glarner Alpen.
Westalpen: Aussichten für Freitag, 05.06.2026Nach einer wechselhaften Nacht geht es am Freitag meist etwas freundlicher weiter. Am Vormittag regnet es vor allem vom Mont-Blanc über die Zentralschweiz bis in die Ostschweizer Berge weiter. Ansonsten gibt es mit etwas Föhn und abseits von ein paar lokalen Schauern am Nachmittag trockenes und recht sonniges, aber noch kühles Wetter. Vom Mont-Blanc stellt sich im Nachmittagsverlauf ebenfalls eine stabilere, wenn auch öfters noch eine bewölkte Witterung ein. In 2000 m von 4 bis 14 Grad, in 3000 m von -3 bis 7 Grad, in 4000 m bis um -3 Grad, in 4500 m bis um -7 Grad. Nullgradgrenze von 2500 bis 3700 m. Wind in 2000 m von 0 bis 30 km/h, in 3000 m bis um 20 km/h, in 4000 m bis um 30 km/h, in 4500 m lebhafter Wind bis um 40 km/h im Mittel, stürmische Böen bis um 80 km/h aus dem Sektor Südwest.
Trend Westalpen ab Samstag, 06.06.2026Über das Wochenende sind keine größeren Störungen mit nennenswerten Niederschlägen zu erwarten. Ganz stabil sind die Luftmassen allerdings auch nicht, was bedeutet, dass vor allem tageszeitliche Schauer sowie örtliche Gewitter auftreten können, besonders auf der Alpensüdseite. Zum Wochenbeginn ändert sich nur wenig, wir verbleiben voraussichtlich in einer westlichen Strömung mit öfters labil geschichteten Luftmassen.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): mittel.
Nächste Aktualisierung am Mittwoch gegen 16 Uhr