Alpenvereinswetter Textversion
Alpenwetter
erstellt von der ZAMG Innsbruck für den Alpenverein
am 06.10.2026 um 08:58 Uhr
WetterlageDie großräumige Strömung im Alpenraum dreht auf Südwest und bringt nochmals warme und teils instabil geschichtete Luftmassen heran. Am Donnerstag folgt eine Kaltfront aus Nordwesten, welche vor allem entlang der Alpennordseite einen Wetterumschwung samt markantem Temperaturrückgang bringt.
Ostalpen: Aussichten für Mittwoch, 07.10.2026Der Mittwoch bringt im gesamten Ostalpenraum beständiges Wetter im Gebirge. Über dem Hauptkamm kommt lebhafter bis starker Südföhn auf, der bis in die angrenzenden Föhntäler durchgreift. Mit einem Mix aus Sonnenschein, überwiegend lockeren hohen Wolkenfeldern und harmlosen Quellwolken bleibt es trocken mit guten bis sehr guten Sichtverhältnissen. Erst gegen Abend wird es vom Bereich Bergamasker-Alpen - Gardasee bis zu den Bündner Bergen wolkiger. In allen Höhenlagen ist es sehr mild für die Jahreszeit.
Temperatur: In 1500 m von 12 bis 18 Grad, in 2000 m von 7 bis 12 Grad, in 3000 m von 1 bis 4 Grad
Nullgradgrenze: von 3000 bis 3500 m
Wind in hochalpinen freien Lagen: In 1500 m von 0 bis 20 km/h, in 2000 m von 0 bis 40 km/h, in 3000 m von 0 bis 40 km/h im Mittel, stürmische Böen von 30 bis 80 km/h aus dem Sektor Südwest.
Neuschneesituation: 0
Gewitterrisiko: sehr gering
Bemerkungen: keine
Ostalpen: Aussichten für Donnerstag, 08.10.2026Nach einer noch meist trockenen Nacht weht in der Früh im Vorfeld einer Kaltfront über dem Hauptkamm zunächst noch lebhafter Südföhn. In vielen Regionen verläuft der Vormittag noch trocken mit zunehmender Schichtbewölkung von Westen. Vorlaufende Schauer und Gewitter sind am Vormittag bereits vom Bregenzerwald bis ins Engadin sowie am gesamten Alpensüdrand (Bergamasker bis Julische Alpen) zu erwarten. Am Nachmittag beendet die Kaltfront den Föhn mit kräftigem Regen und Schneefall, welche bis zum Abend die Dachsteinregion im Norden und die Karawanken im Süden erfassen. Sonst bleibt es noch trocken. Die Schneefallgrenze sinkt, bleibt aber bis zum Abend noch meist auf 2500 bis 3000m und sinkt erst in der Folgenacht deutlich ab. Temperatur: In 1500 m von 8 bis 12 Grad, in 2000 m bis um 8 Grad, in 3000 m von -1 bis 2 Grad; Wind in hochalpinen freien Lagen: In 1500 m von 0 bis 30 km/h, in 2000 m von 0 bis 50 km/h, in 3000 m von 10 bis 40 km/h im Mittel, schwere Sturmböen von 30 bis 100 km/h aus dem Sektor West. Meist 10 bis 20 cm im Hochalpenbereich bis zu den hohen Tauern.
Ostalpen: Aussichten für Freitag, 09.10.2026Am Alpennordhang sorgen Restwolken und Nebel noch länger für eingeschränkte Sichten, letzte Regentropfen und Schneeflocken klingen jedoch bald ab. Entlang der Alpensüdseite bleibt es mit Tiefdruckeinfluss noch wechselnd bis stark bewölkt, abgesehen von den Venezianer Voralpen und den südlichen Karnischen Alpen dürften aber Regen und Schneefall vorerst kein Thema mehr sein.
Trend Ostalpen ab Samstag, 10.10.2026Zwischenhocheinfluss sorgt am Samstag für weitgehend trockenes Wetter im gesamten Ostalpenraum und steigende Temperaturen. Ausläufer der nächsten Störung bringen tagsüber entlang der Alpennordseite bereits wieder kompakte Wolken und in der Nacht auf Sonntag auch wenige Schauer. Nach Süden und Osten zu bleibt es trocken und locker bewölkt. Der Sonntag selbst dürfte in den meisten Regionen recht sonnig und trocken bleiben. Nur geringe Schauerneigung.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): hoch
Westalpen: Aussichten für Mittwoch, 07.10.2026Der Vormittag verläuft in den französischen und angrenzenden italienischen Alpenregionen sowie am Alpensüdhang (Aosta, Tessin) stark bewölkt bis trüb mit gewittrig durchsetztem Regen vor allem in den südlichen Regionen (Seealpen, Provence bis Dauphiné und Cottische Alpen) und im Südstau des Walliser und Tessiner Hauptkamms (Schneefallgrenze: 2700 bis 3200m). In den übrigen Regionen bleibt es noch trocken mit zunehmender, hoher Schichtbewölkung aus Südwesten. Am Nachmittag breiten sich die Niederschläge auf alle französischen Alpenregionen aus, der Südstau nimmt zu. Am Schweizer Alpennordhang greift lebhafter bis starker Südföhn bis in die Föhntäler (Oberhasli, Reusstal, Glarnerland und Rheintal) durch. Am freundlichsten bleibt es in den Gebirgsregionen er Ostschweiz abseits des Hauptkamms.
Temperatur: In 2000 m von 7 bis 10 Grad, in 3000 m von 0 bis 3 Grad, in 4000 m bis um -3 Grad
Nullgradgrenze: von 3000 bis 3500 m
Wind in hochalpinen freien Lagen: In 2000 m von 0 bis 50 km/h, in 3000 m von 10 bis 30 km/h, in 4000 m bis um 30 km/h im Mittel aus dem Sektor Süd.
Neuschneesituation: von 0 bis 5 cm (nur im Hochalpenbereich)
Gewitterrisiko: von 10 bis 60 % (im äußersten Süden)
Bemerkungen: keine
Westalpen: Aussichten für Donnerstag, 08.10.2026In der Früh bringt eine Kaltfront von der Vanoise bis zu den Berner Alpen bereits kompakte Wolken, Regen und Schneefall im Gebirge, letzte Föhnfenster über der Ostschweiz schließen sich. Am Vormittag bleibt es am gesamten Schweizer Alpennordhang bis zu den nördlichen Alpenregionen unbeständig, während es auf der Alpensüdseite und in Richtung Mittelmeer noch meist trocken bleibt. Der Nachmittag bringt dann auch im Süden noch ein paar Schauer, vor allem im Bereich der Seealpen und in der Provence dürfte man aber weitgehend trocken durch den Tag kommen. Mit Abkühlung sinkt die Schneefallgrenze tagsüber deutlich ab und kommt entlang der nördlichen Voralpen am Abend auf rund 2000 Meter zu liegen, im Hochalpenbereich bleibt sie vorerst noch auf rund 2800 m. Temperatur: In 2000 m von 3 bis 12 Grad, in 3000 m von -2 bis 3 Grad, in 4000 m bis um -8 Grad (Tendenz sinkend); Wind in hochalpinen freien Lagen: In 2000 m von 0 bis 50 km/h, in 3000 m von 10 bis 40 km/h, in 4000 m bis um 40 km/h im Mittel, stürmische Böen bis um 70 km/h aus dem Sektor Nordwest; Neuschneesituation: 20 bis 30 cm im Nordweststau (Mont Blanc bis Glarner Alpen).
Westalpen: Aussichten für Freitag, 09.10.2026Die Störung zieht nach Südosten ab. Anfängliche Restwolken am Alpennordhang von Savoyen bis zur Ostschweiz lockern auf, letzte Niederschläge klingen am Vormittag ab. Im Hochalpenbereich (Mont Blanc bis Glarner Alpen) sorgen Restwolken und Nebelbänke noch länger für eingeschränkte Sichten. Am längsten trüb und unbeständig bleibt es im Bereich der italienischen Seealpen und der Ligurischen Alpen. Die besten Chancen auf Sonnenschein gibt es in den Walliser Alpen, mit Nordföhn im Aostatal und im Tessin sowie im Bereich Dauphiné - Provence.
Trend Westalpen ab Samstag, 10.10.2026Zwischenhocheinfluss sorgt am Samstag für weitgehend trockenes Wetter im gesamten Westalpenraum und steigende Temperaturen. Ausläufer der nächsten Störung bringen tagsüber am Schweizer Alpennordhang bereits wieder kompakte Wolken und in der Nacht auf Sonntag auch wenige Schauer. Nach Süden zu bleibt es trocken und locker bewölkt. Der Sonntag selbst dürfte in den meisten Regionen recht sonnig und trocken bleiben.
Zuverlässigkeit der Prognose (hoch >80%, mittel 60-80%, tief <60%): hoch
Nächste Aktualisierung am Mittwoch gegen 16 Uhr